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Presseberichte, Veranstaltungen und Aktionen

Hilfe für in Not geratene Mitbürger

VEREIN BÜRGERHILFE UND KULTURFÖRDERUNG - SPENDEN VON OBSTHOF HOFFMANN UND BÄCKEREI BAUER

NEULUSSHEIM. Die Bäckerei Bauer und der Obsthof Hoffmann haben viele Gemeinsamkeiten: Beide sind seit mehreren Generationen in Familienbesitz und versorgen nicht nur die Neulußheimer Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln. Und gemeinsam pflegen sie auch schon seit vielen Jahren eine schöne Tradition: Sie verzichten auf Werbegeschenke und unterstützen stattdessen Neulußheimer Institutionen.

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In diesem Jahr durfte sich der Verein Bürgerhilfe und Kulturförderung über eine Spende in Höhe von zweimal 500 Euro freuen. Der zweite Vorsitzende Werner Krauß bedankte sich im Namen des Vereins: „Wir freuen uns, dass wir auch dank der großzügigen Spende der beiden Neulußheimer Unternehmen in der Lage sind, unverschuldet in Not geratene Neulußheimer Mitbürger unbürokratisch und schnell zu unterstützen.

Zusätzlich unterstützt der Verein seit dem Jahr 2012 die von der Gemeinde angebotene kostenlose Hausaufgabenbetreuung, indem er die Personalkosten für eine weitere Fachkraft übernimmt. So wird eine noch intensivere Betreuung der Kinder ermöglicht.

„Die mit den Spenden verbundene Anerkennung motiviert uns auch in unseren Bemühungen, in jedem Jahr attraktive Veranstaltungen zu organisieren, deren Erlös ebenfalls dem guten Zweck zugeführt wird“, freuen sich Werner Krauß und seine Vorstandskollegen von der Bürgerhilfe. ib

© Hockenheimer Tageszeitung, Dienstag, 12.12.2017

Frostberegnung rettet Ernte von Apfel und Birne

Obsthof Hoffmann von Ausfällen durch eiskalte Aprilnächte weitgehend verschont / Deutlich weniger Steinobst / Gute Qualität dank ausgebliebener Hitze

NEULUSSHEIM. "Wir sind mit zwei blauen Augen davongekommen" - mit diesen Worten beschreibt Rainer Hoffmann die Auswirkungen der Frostnächte im April. Was seine Kollegen vielerorts die Hälfte der Apfel-Erntemengen kostete, wirkte sich beim Neulußheimer Obstbauern viel weniger schlimm aus, weil er seine Bäume mit Frostberegnung schützte. 10 bis 15 Prozent weniger als in guten Jahren sind es zwar, doch dafür haben die Früchte eine sehr gute Qualität, weil die extreme Hitze im Sommer ausgeblieben ist, sagt der 40-Jährige.

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Anders sehe es beim Steinobst aus: Hier hat der Obsthof Hoffmann einen Ernteausfall von bis zu 80 Prozent zu beklagen. "Zwetschgen gibt es nur noch diese Woche", informiert er eine Kundin, die ihr Lob für die leuchtend blauen Früchte so formuliert: "Die sind köstlich. Ich wollte am Wochenende eigentlich einen Kuchen damit backen - aber dann habe ich sie alle selbst gegessen."

15 000 Bäume zu "erleichtern"

Die Hoffmanns stecken mitten in der Haupterntezeit. Rund 15 000 Obstbäume, die auf sechs Hektar eingezäuntem Gelände nahe des Insultheimer Hofs stehen, liefern das, was auf dem Obsthof - und nur dort - in den kommenden Monaten verkauft wird. Rainer Hoffmann gibt seine Produkte nicht in den Großhandel: "Wir sind ein Familienbetrieb, ich will hinter meinen Produkten stehen können", begründet er diese Art der Vermarktung.

Seine Frau Daniela ergänzt: "Hier können wir garantieren, dass immer alles frisch in den Verkauf kommt." Dazu passt, dass die Ernte in der Familie bleibt - inklusive Rainer Hoffmans Vater und zweier Erntehelferinnen.

Jonagold die klare Nummer eins

Derzeit kommen die Sorten Rubinette und Pinova in die großen Kisten, die in einem der drei Kühlhäuser gelagert werden. Geerntet wird bis Mitte/Ende Oktober. Fuji und Mariella sind die spätesten Sorten. Die mit großem Abstand meistangebaute Sorte ist der saftige Jonagold, der mehr als ein Drittel des Apfelangebots im Hofladen ausmacht. Dass es im Juli und August nicht zu lange sehr heiß war, hat dem Obst gutgetan, sagt Rainer Hoffmann: "Wenn die Pflanze keinen Stress hat, wirkt sich das positiv auf die Qualität aus."

Im Vorjahr hatte er Sorgen wegen des Sonnenbrands: Die Hitze hemmte das Wachstum, und die Hoffmanns mussten viele Früchte aussortieren. In dieser Saison war das Wetter nur im April kritisch: "In den Nächten zum 21. und 22. April waren es bis zu minus fünf oder sechs Grad. Da ist die Frostberegnung zwölf Stunden gelaufen", blickt der Landwirt zurück. Und er weiß: "Wer nicht beregnen konnte, hat jetzt leere Bäume." Gerade Jonagold sei sehr frostempfindlich.

Preise im Großen und Ganzen stabil

Weil seine Erntemengen weitgehend stabil waren, kann Hoffmann seine Preise "im Großen und Ganzen stabil" halten. Im Handel seien Äpfel teuerer geworden. Der Experte weiß, wie er seine Äpfel dauerhaft frisch hält. Für die Langzeitlagerung in den Kühlhäusern wird der Sauerstoffgehalt auf ein Prozent abgesenkt, so dass die Früchte weniger "atmen". So halten seine Äpfel bis kommenden Juni - wenn sie nicht vorher ausverkauft sind . . .

"Der Apfel ist ein Saisonobst, den es nicht das ganze Jahr geben muss", findet Rainer Hoffmann. Trotzdem freut er sich, dass gerade die späten Sorten hervorragend lagerfähig seien. Und dass seine Bäume derzeit so gesund sind. Bei der Bestäubung helfen ihm Hummeln und Wildbienen, aber auch der Wind.

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag 14.09.2017

Kletterpartien sind etwas nähergerückt

Bäckerei Bauer und Obsthof Hoffmann spenden 1000€ für evangelischen Kindergarten im Podey-Haus.

NEULUSSHEIM. Irgendwann stellte Rainer Hoffmann vom Obsthof Hoffmann fest, dass niemand eine 35. Weihnachtstasse oder ein anderes Geschenk brauche, weshalb er sich entschloss, auf solche Gaben an seine Kunden zu verzichten und stattdessen den eingesparten Betrag zu spenden. 

In der Bäckerei Bauer, mit dem Obsthof seit Jahren geschäftlich verbunden, fand er einen Partner für seine Idee, und so spendet das Duo seit über zehn Jahren in der Vorweihnachtszeit an verschiedene Organisationen. Das verbindende Element bei allen Aktionen - die Spende bleibt immer im Ort.

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Kunden stehen hinterm Projekt

Die Bürgerhilfe, sämtliche Kindergärten oder das Projekt Kindernotarztwagen profitierten ebenso wie die Lußhardt-Schule. In diesem Jahr ist es der evangelische Kindergarten im Podey-Haus, dem die Aktion dient. Mit dem Geld soll ein Kletterturm für die Einrichtung auf den Weg gebracht werden. 500 Euro durften die Kinder sowohl von der Bäckerei Bauer als auch vom Obsthof Hoffmann in Empfang nehmen, und damit lässt sich schon ein toller Turm bauen. 

Und was Rainer Hoffmann und Jutta Bauer besonders freut: Ihre Kunden stehen jeweils hinter dem Projekt, so dass es auch in Zukunft in der Vorweihnachtszeit für eine örtliche Einrichtung in Neulußheim eine freudige Überraschung geben dürfte. aw

© Hockenheimer Tageszeitung, Samstag, 03.12.2016

Nikolaus und Huhn laufen um die Wette

NEULUSSHEIM. Der Blick ging gen Himmel. "Solange das Wetter in Schwetzingen bleibt" - die Zuschauer des Ortsstaffellaufes waren sich schnell einig. Den Regen sollten die anderen behalten, beim flotten Lauf entlang des Messplatzes sollten sich die Teilnehmer aneinander messen und nicht an den vielleicht noch ein bisschen schnelleren Regentropfen. So hatte der sportliche Wettergott auch ein Einsehen und ließ die Hauptläufe vorübergehen, bevor er einen Regenguss nach Neulußheim schickte.

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Die Leichtathleten des Turnerbunds Germania verlegten einfach den Start für den Spendenlauf und feierten schon einmal die guten Ergebnisse und schönen Kostüme der Teilnehmer. Ein klein wenig mehr Resonanz hätten sich die Sportler wohl für ihre dritte Auflage des Staffellaufes gewünscht. Doch jene, die gekommen waren, brachten genügend gute Laune mit, dass sie gut und gerne Hunderte von Teilnehmern wettmachten. TBG-Vorsitzende Sigrid Beck freute sich über das große Engagement von Abteilungsleiter Reinhard Hoffmann und seinen Aktiven und drückte allen Teilnehmern fest die Daumen. Hoffmann wiederum gab letzte Instruktionen: "Immer nur einer laufen, da vorne gleich rechts abbiegen." 

Wissend blickten ihn die Kinder an, die sich für die Ministaffel gemeldet hatten. Und auch Thomas Schüßler, der als Moderator fungierte, nickte mit dem Kopf: Alles klar! Die Jungflitzer und die Gazellen der Abteilung Leichtathletik standen bereits gespannt in den Startlöchern, um gegen die Dritt- und Viertklässler der Lußhardt- und Markus-Schule anzutreten. "Gewertet wird natürlich abhängig vom Alter", betonte Schüßler. Die kleinen Flitzer gaben alles und beeindruckten die Erwachsenen schwer mit ihrem Willen, die Strecke bestens zu meistern. Auch wenn vielleicht im einen oder anderen Fall die Mama zur Unterstützung ein wenig den Lauf begleitete. Gewinner waren sie alle und daher freute sich Reinhard Hoffmann bei der nachmittäglichen Siegerehrung, den Kindern jeweils einen Gutschein für ein Eis und eine Medaille zu übergeben.

Gaudi beim Start

Richtig spannend wurde es dann zu den Hauptläufen, bei denen 14 Teams an den Start gingen. Sie konnten richtig punkten mit den passenden Kostümen. Hier bewiesen die Oktoberfest-Läufer vom Obsthof Hoffmann besondere Weitsicht. "Es macht einfach Spaß und Gaudi, und weil wir ländlich leben, haben wir uns für ein Oktoberfestoutfit entschieden", erklärte Rainer Hoffmann, der mit Ehefrau Daniela, Schwägerin Michaela Pfeiffer und Nichte Annabell Lauer an den Start ging. Die Jury dankte es ihnen mit dem ersten Platz im Ideenwettbewerb. Einen Preis für Kreativität erhielt auch die SPD. "Rot geht immer" hatten sie sich gedacht und den Nikolaus auf die Strecke gebracht. Landtagsabgeordneter Daniel Born freute sich, dass seine Truppe flott unterwegs war. Auch die Grünen hatten sich gut verkleidet, gefolgt von den Enten des Freundeskreises der Feuerwehr und den "Running Nurses" (Haus Edelberg), von den "Lußheimer Buben" (Handballabteilung), Verein für Bürgerhilfe, den Lußheimer Mädels, den Leichtathleten "Four for Athletics" und flotten Köchinnen, die ihr eigenes Huhn um die Ecke jagten (Partyservice Schobert). Dieses kam ein wenig aus der Puste, wie sein Alter Ego Oliver Schobert feststellen musste. "Habt ihr mal ne Sauerstoffflasche", bemerkte er nach der ersten Runde und ließ seine Köchinnen eine zweite Runde alleine mit Nudelholz bewaffnet drehen. 

Jury hat die Qual der Wahl

Die Jury, die aus Volkmar Thorn von den Naturfreunden, Iris Fessler von den Iwwerzwerche, Hanspeter Rausch vom Heimatverein, Stefanie Nitsch von der TBG und Clarissa La Foresta bestand, freute dies. Aber auch, dass beim späteren Spendenlauf die stolze Summe von 600 Euro zugunsten des Jugendtreffs "Point" zusammen kam, beeindruckte sie sehr. "In diesem Jahr konnten wir auch auf unsere Sponsoren wie die Volksbank sowie die Firmen Steber und Globus setzen, die uns unterstützten", so Hoffmann. 

Die Siegerehrung geriet dann zum Höhepunkt, denn auch die zwölfjährige Alina Kurilenko wurde für ihre großartige Leistung ausgezeichnet: Sie errang unlängst den Titel der Deutschen Meisterin an der Keule. Auch für die Trainerin Dr. Emanuela Batke gab es ein Dankeschön des Vereins.

© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 14.06.2016

Die Vitaminzufuhr ist auch im kommenden 
Jahr gesichert!

NEULUSSHEIM. Die traditionsreiche Bäckerei Bauer, die bereits in der achten Generation tätig ist, und 
der Obsthof Hoffmann, der in der dritten Generation Neulußheims Bevölkerung mit 
feinen Backwaren und gesundem Obst versorgt, unterstützen schon seit Jahren mit 
ihrer gemeinsamen Spende vor Ort soziale Projekte in ihrer Heimatgemeinde...

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Und da Äpfel und Kuchen bestens zusammenpassen, trafen sich Spender und Initiatoren 
des Schulobstprogramms zur Übergabe der Spende im Obsthof Hoffmann.

Statt den Kunden kleine Geschenke kurz vor dem Weihnachtsfest zu überreichen, 
durften in diesem Jahr die Initiatorinnen, die SPD- Gemeinderätinnen Dagmar 
Engelhardt und Renate Hettwer, für das vor drei Jahren ins Leben gerufene 
Schulobstprogramm für die Schüler der Lußhardtschule die großzügige Spende in Höhe von 1000 Euro entgegennehmen. Schulleiterin Christiane Hartz freute sich, dass im 
kommenden Jahr wiederum fast 300 Schüler durch wöchentlich fünfmal fünf Kilo Äpfel von dieser tollen Spende profitieren dürfen.

Es ist ein schönes Gefühl, fanden auch die beiden sozialdemokratischen Gemeinderätinnen, die Gesundheit der Kinder zu unterstützen, zumal das Obst bei den Schülern überaus gut ankommt.

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© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 11.12.2015

„Im Kühlschrank in löchriger Folie lagern“

NEULUSSHEIM. Der vollbesetzte Nebenraum des Hofladens beim Obsthof Hoffmann sprach für sich. Es waren viele gekommen, um dem Vortrag des Juniorchefs Rainer und seiner Frau Daniela zu lauschen.

Der Obstbaumeister veranschaulichte mit einem Videovortrag den Werdegang des Obsthofes. Die bewirtschaftete Fläche des Hofes beträgt sechs Hektar. Der Anbau verteilt sich zu 85 Prozent auf Äpfel, 10 Prozent auf Birnen und 5 Prozent auf Zwetschgen - die gesamte Ernte wird nur im Hofladen verkauft.

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Die Zuhörer erfuhren, dass ein Apfelbaum zwischen 15 und 20 Jahre alt wird. Ein Winterschnitt wird nach dem Abfallen der Blätter im Herbst vorgenommen. Die Apfelblüte findet um den 20. April statt. Sollte danach noch einmal Frost auftreten, wird eine Frostschutzberegnung vorgenommen. Die Landfrauen erfuhren, dass die Bäume auch "formiert" werden, es wird also darauf geachtet, dass die Früchte eher Richtung Stamm wachsen und sich der Baum nicht in die Breite ausdehnt.

Rainer Hoffman erklärte den interessierten Zuhörern den Unterschied zwischen Pflückreife und Genussreife. Man erfuhr, wie die Früchte in ihren Kühlhäusern gelagert werden, nämlich bei 1 bis 4 Grad, je nach Sorte. In den Kühlhäusern wird der Sauerstoff entzogen, so dass die Atmung des Apfels heruntergefahren wird.

Der Obstbauer gab auch Tipps, wie die Äpfel zu Hause im Kühlschrank gelagert werden sollten, nämlich in einer Folie, die mit Löchern versehen ist. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verzehr bei 19 Kilogramm Äpfel im Jahr. Nun wurden die diversen Apfelsorten gezeigt, erklärt und verkostet. Im Anschluss gab es noch eine Führung zu den Kühlhäusern, bevor die Besucher Apfelwaffeln kosteten.

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© Schwetzinger Zeitung, Freitag, 20.11.2015

Hitze hinterlässt Narben auf den Apfelbäckchen

NEULUSSHEIM. Geübt ziehen Piroska und ihre Tochter Viktoria durch die Reihen der Apfelbäume, greifen zu den Früchten, die ihnen mit roten Bäckchen entgegenlachen. Die beiden Ungarinnen sind mit der Ernte beim Obsthof Hoffmann vertraut. "Piroska kommt schon seit vielen Jahren zu uns", berichtet Obstbauer Rainer Hoffmann, der den Damen beim Pflücken unter die Arme greift. Schon hier auf dem sechs Hektar großen Feld zwischen Altlußheim und Hockenheim wird vorsortiert: Welche der Früchte sind einwandfrei? Welche sind zum Verkauf zu klein? Welche eignen sich ausschließlich für die Saftpresse?

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Ein Blick auf die Kiste, in der die Saft-Äpfel landen: Hier haben viele Früchte dunkle kreisförmige Flecken auf ihren Bäckchen. "Sonnenbrand", verrät Rainer Hoffmann. Ein Phänomen, das seit 10 bis 15 Jahren immer häufiger auftrete. "Da merkt man deutlich den Klimawandel", sagt der 38-Jährige, dessen Betrieb allerdings nur bedingt unter den teils verbrühten Äpfeln leidet. "Wenn es nicht zu arg ist, können wir die Früchte noch für Saft verwerten", erzählt er.

Etwa fünf Prozent Ernteeinbußen gebe es durch die große Hitze in diesem Jahr. "Das muss ein Landwirt verkraften können", sieht es der Neulußheimer gelassen. In anderen Regionen, etwa am Bodensee, werde mit Einbußen von bis zu 30 Prozent gerechnet, weiß Rainer Hoffmann. Das liegt nicht allein an der Hitze, vielmehr tragen dort die Bäume diesen Sommer nicht so viele Früchte.

Bewässerung von oben und unten

Dass die Bäume der Hoffmanns die Trockenheit und Hitze so gut wegstecken liegt an der guten Beregnung auf der Obstanbaufläche: So werden die Apfelbäume durch eine Tropfleitung von unten bewässert. Oben kommt eine Überkronenberegnung zum Einsatz. Seinen Erfahrungswerten zufolge, so Rainer Hoffmann, mache es am meisten Sinn, nachts vor der großen Hitze zu beregnen. Davon profitieren seine Pflanzen. "Wir haben in dieser Erntesaison schon die doppelte Menge an Wasser zum Beregnen gebraucht als gewöhnlich", erzählt der Obstbauer.

Ganz spurlos zieht jedoch die Hitze nicht an seinen Früchten vorüber. Vor allem an der Westseite, dort wo die Sonne tagsüber am längsten steht, hängt an den Bäumen immer mal wieder ein Apfel, der Sonnenbrand hat. Doch auch das ist von Sorte zu Sorte unterschiedlich. "Braeburn vertragen die Sonne besser", weiß der Fachmann. Die Sorte ist allerdings noch nicht erntereif - anders als die früheren Sorten Delbarestivale, Elstar, Daniela und Gala, die bereits im Hofladen in der Hockenheimer Straße erhältlich sind.

Kühle Nächte und warme Tage, das haben die Äpfel am liebsten. "So abrupte Temperaturunterschiede - an einem Tag 20 Grad, am nächsten 38, wie wir es dieses schon Jahr hatten - steckt die Frucht nicht so gut weg", verweist Rainer Hoffmann auf die Anthocyane, die für die Farbbildung der Früchte verantwortlich sind. "Rote Backen und oben und unten so lange wie möglich grün", nennt er das Optimum.

Birnenbäume lassen Blätter fallen

14 Apfelsorten baut die Familie Hoffmann an, die in den nächsten acht Wochen geerntet werden, auch Birnen- und Zwetschgenbäume sind auf den sechs Hektar des Direktvermarkters zu finden. Den Birnen und Zwetschgen habe die Hitze allerdings weniger zugesetzt. "Bei den Birnen kommt es vereinzelt zu Blattfall", so Hoffmann, "auf die Früchte gibt es keine Auswirkungen".

Der Apfel hat es eben in sich. Denn auch das nächste Problem, das parallel mit dem Sonnenbrand in diesem Jahr einhergeht, ist vorwiegend an den Äpfeln zu finden. "Wir haben ein Problem mit Vogelfraß", erzählt der Obstbauer von den Kohlmeisen und Finken, die offenbar aus Durst die roten Früchte anpicken. Die Folge: Fäulnis. "Die Früchte können wir dann nicht verwenden." Und das, obwohl Rainer Hoffmann eine Adler-Atrappe im Einsatz hat und in unregelmäßigen Abständen simulierte Vogel-Warn- und Angstschreie ausgesendet werden. Doch was kann der Neulußheimer den Apfel-Pickern schon vorwerfen? "Die süßen Früchte schmecken eben gut", sagt er lachend im Gespräch mit unserer Zeitung. An gutem Geschmack scheint es den Vögeln also nicht zu mangeln.

© Schwetzinger Zeitung, Mittwoch, 26.08.2015

Eine gute Idee zieht immer weitere Kreise

NEULUSSHEIM. "Wir haben uns bereits vor zehn Jahren entschlossen, statt kleiner Kundengeschenke zu Weihnachten den Gegenwert an wechselnde örtliche Institutionen zu verteilen", erinnert Jutta Bauer von der Bäckerei Bauer in der Altlußheimer Straße. Diesen sozialen Gedanken nahm der Obsthof Hoffmann in der Hockenheimer Straße vor vier Jahren auf und schloss sich dem Projekt an.

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Neu hinzu kam in diesem Jahr die Firma Holzbau Markus Dörrmann, die ihre Geschäftsräume in der Kornstraße hat. Jedes der örtlichen Unternehmen spendete 500 Euro. Die 1 500 Euro kommen in diesem Jahr den vier Kindergärten am Ort zu. "Wir freuen uns, wenn wir in diesen vorweihnachtlichen Tagen die Kindergärten besuchen werden, um die Beträge zu überreichen", sind sich alle drei Neulußheimer Unternehmen einig.

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© Hockenheimer Tageszeitung, Samstag, 13.12.2014

Ein vitaminreicher Vortrag mit ordentlich Biss

KETSCH. Das Seniorenwerk von St. Sebastian präsentierte einmal mehr eine gelungene Mischung aus Gottesdienst und einem informativen Vortrag. Pfarrer Walter Sauer zelebrierte die Eucharistiefeier. "Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich über Jesus, der sich mit Sündern abgab und sogar mit ihnen aß", heißt es im Lukas-Evangelium. "Wenn einer von euch 100 Schafe hat und eins davon verliert, lässt er dann nicht neunundneunzig in der Steppe zurück und sucht das verlorene Schaf?", gab Jesus ihnen mit einem Gleichnis zu bedenken.

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Bei der anschließenden Kaffeetafel gab es dieses Mal aus gutem Grund Apfelkuchen.

Damit die Kalorien von der Kaffeetafel gut verarbeitet werden, forderte Annette Meixner zum Sitztanz mit dem Thema "Apfel" in mehreren Etappen auf. Dabei wurde die beliebte Frucht drehend vom Baum gepflückt oder geschüttelt, vom Boden aufgelesen, gegenseitig zugeworfen und in den Korb gelegt. Anschließend hatte Obstbaumeister Rainer Hoffmann vom Obsthof Hoffmann in Neulußheim allerhand über den Apfel zu erzählen.

In Europa am beliebtesten

Die Frucht sei in Europa das beliebteste Obst vor Bananen und Orangen. In Deutschland verzehre jeder pro Jahr 80 Kilogramm Obst, davon 30 Kilogramm Äpfel. Der Familienbetrieb bewirtschaftet im Hockenheimer Rheinbogen beim Insultheimer Hof sechs Hektar mit 85 Prozent Apfelbäumen, zehn Prozent Birnen und fünf Prozent Zwetschgen.

Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über den Hofladen. "Den Apfel gibt es in unserer Region seit vorchristlicher Zeit, für die germanischen Götter symbolisierte er Macht und ewige Jugend", erzählte der Fachmann. Mit dem "Generalplan Neuordnung im Obstbau" Mitte des 20.Jahrhunderts startete der Obstanbau in Plantagen und löste in den folgenden Jahren nach und nach die bislang gängige Methode der Streuobstwiesen ab. Rainer Hoffmann erläuterte an Bildern Arbeiten in seiner Plantage vom Winterschnitt bis zur Apfelblüte Mitte April mit Ertragssicherung durch Frostschutzberegnung, sommerliche Baumpflege einschließlich Ernte im Herbst.

"Je nach Alter trägt ein Baum 70 bis 120 Äpfel, ein guter Erntehelfer pflückt pro Stunde um 120 Kilogramm," informierte der Obstbaumeister weiter und leitete über zu Krankheiten wie Apfelschorf durch Pilze, Apfelwickler, Mehltau oder Feuerbrand. Dazu passte die alte Gärtner-Weisheit: "In einem gesunden Apfel fühlt sich auch der Wurm wohl" und "Der Apfel gilt wegen seiner Inhaltsstoffe als Mini-Apotheke der Natur".

Aus eigenem Anbau

Während Obstbaumeister Hoffmann Sorten aus eigenem Anbau erklärte, reichten Daniela Hoffmann und Stefanie Lauer Kostproben der beliebtesten Apfelsorten. Elstar, Gala, Rubinette, Boskoop, Pinova, Jonagold, Topaz, Braeburn und Fuji wurden von den Gästen an diesem Nachmittag genossen. Doch damit noch nicht genug - denn die Senioren wurden auch mit Äpfeln zum Mitnehmen beschenkt. Eine vitaminreiche Veranstaltung mit einem ebenso unterhaltsamen wie informativen Vortrag eines kompetenten Referenten stand einmal mehr auf der Habenseite des Seniorenwerks St. Sebastian.

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© Schwetzinger Zeitung, Samstag, 15.11.2014

Äpfel gehen im neu gestalteten Raum über die Theke

NEULUSSHEIM. "Brumm, brumm" saust der eineinhalbjährige Max mit seinem Mini-Traktor durch den neu und hell gestalteten Verkaufsraum der Firma "Apfel-Hoffmann" in der Hockenheimer Straße 14. Es duftet nach frisch gepflückten Äpfeln, auf welche die Apfelesser in Neulußheim und seinem Umland schon lange gewartet haben: Royal Gala, Elstar, Daniela und Delbarestivale sind einige der ersten Apfelsorten im Jahr, die zur Zeit vom insgesamt sechs Hektar großen Areal bei Apfel-Hoffmann geerntet werden können.

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In Zweieinhalb- und Fünf-Kilogramm-Gebinden liegen die rotbackigen Gesundheitsspender unter freundlich-hellem Licht zum Verkauf bereit.

Hokkaido- und Zierkürbisse im hohen Container gegenüber bilden einen hübschen Kontrast dazu. Daneben informiert eine digitale Bilderanzeige über die gepflegte Obstanlage am Rheinbogen bei Altlußheim. Der große Tank für den in einigen Tagen zur Verfügung stehenden frisch gepressten Apfelsaft steht blankgewienert in seiner Ecke. Zwischendrin die "Probiertheke", auf der unter sauberen Gläsern die verschiedenen Apfelsorten zum Verkosten aufgeschnitten sind. Jeder Kunde kann hier "seine" Apfelsorte finden.

Neu im Verkaufsprogramm sind eigene Zwetschgen der Sorte "Präsenta" und die schmackhaften "Conference"-Birnen. Das Angebot wird unter anderem abgerundet von selbst hergestelltem Apfelgelee, dem bekannten Apfelsecco und -essig.

Familie hat große Bedeutung

Das Wort "Familie" ist bei Hoffmanns großgeschrieben: Sogar das Halfter des letzten Pferdes vom früheren Bauernhof, einem Rotschimmel namens "Bruno", hat im Verkaufsraum seinen Platz. Stefanie Lauer, Schwester von Inhaber Rainer Hoffmann, und dessen Ehefrau Daniela haben hinter der Kasse alle Hände voll zu tun. Ständig geht die moderne sensorgesteuerte Einkaufstür, neben welcher der Meisterbrief "Gärtnermeister Fachrichtung Obstbau" von Rainer Hoffmann hängt, auf und zu - Kunden betreten den Raum.

Draußen, im restlich verbliebenen Gemäuer von Julius Schickards ehemaliger Ziegelei aus den Gründungsjahren Neulußheims, sind zwei Kühlhäuser untergebracht. "Ja, hier stand vor 300 Jahren die erste Ziegelei unseres Ortsgründers Julius Schickard. Das Gelände reichte bis rüber zur Bahnlinie", weiß Vater Walter Hoffmann, der mit seiner Frau Gisela in diesem Jahr einen 20-jährigen Geburtstag feiert: Seit 1994 ist der ehemalige Bauernhof ein reiner Obstbaubetrieb.

"Verbunden mit unserer Neugestaltung haben wir auch die Photovoltaik-Anlage seit dem letzten Jahr auf dem Dach", weist Rainer Hoffmann auf die ökologische und umweltschonende Firmen- und Familienphilosophie hin, während Filius Max mit seinem Traktor fast über seine Füße rollt.

gj
© Schwetzinger Zeitung, Dienstag, 02.09.2014

Mittel fließen in nachschulische Betreuung

NEULUSSHEIM. Weihnachtszeit ist die Phase im Jahr, in der man sich gerne bedankt - zum Beispiel bei treuen Kunden. Das machen auch die Bäckerei Bauer und der Obsthof Hoffmann, die jedoch statt kleiner Aufmerksamkeiten sich ein weiteres Mal zusammengetan und gespendet haben. Diese Art von Dank akzeptieren die Kunden, denn heuer geht der stattliche Betrag von 1000 Euro an den Verein für Bürgerhilfe und Kulturförderung, der den Dank an bedürftige Familien weitergibt.

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"Unsere Spenden gingen in den vergangenen Jahren beispielsweise an den Kindernotarztwagen oder an das Hospiz 'Sterntaler' und immer mal wieder an den örtlichen Bürgerhilfeverein", berichtete Jutta Bauer. "Wir sprechen das vorher miteinander ab", ergänzte Rainer Hoffmann, der mit Ehefrau Daniela einen großen Korb knackiger roter Äpfel mitgebracht hatte.

"Helfen, wenn Menschen in der eigenen Gemeinde unverschuldet in Not geraten, sowie Bildung, Erziehung und Kultur unterstützen" - das sind die Ziele des Bürgerhilfevereins. "Wir wollen das Geld für die nachschulische Betreuung Neulußheimer Kinder für sozial schwache Familien in Verbindung mit dem Projekt 'Kopfball' verwenden", informiert der zweite Vorsitzende Werner Krauß, der Grüße des Vorsitzenden Sven Schreieck überbrachte. "Darüber hinaus besuchen wir in den Vorweihnachtstagen Familien, die unserer Hilfe bedürfen und wollen mit einem gefüllten Korb etwas Freude machen."

In diesem Zusammenhang bittet Werner Krauß die Neulußheimer Bevölkerung, ihm Anschriften unverschuldet in Not Geratener unter der Telefonnummer 0172/71 07 15 8 zu melden.

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© Schwetzinger Zeitung, Donnerstag, 19.12.2013

Direkt unter der Schale sitzen die gesunden Nährstoffe

NEULUSSHEIM. Auf jedem Platz für die Besucher von "Aktiv im Alter" lachte - neben einem Prospekt mit Rezepten - ein rotbackiger Apfel. Heidi Roß traf mit ihrer Idee, den Neulußheimer Obsthof Hoffmann für einen Informationsmittag über Äpfel zu gewinnen, voll ins Schwarze. Sie begrüßte vor "ausverkauftem" Haus Obstbaumeister Rainer Hoffmann (kleines Bild), der umfassend und sehr informativ durch die Welt der Äpfel führte.

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Nach der Kaffee- und Kuchenzeit zeigte Ehefrau Daniela per Overheadprojektor den Hofladen und einzelne Stationen bei der Pflege der Apfelbäume und späteren Ernte auf dem mehr als sechs Hektar großen Gelände am Hockenheimer Rheinbogen.

Immunabwehr stärken

Die Senioren hörten aus der Historie des Apfels, dass dieser aus Kleinasien und dem Kaukasus stammt. Die Römer haben den heute bekannten Apfel etwa 500 v. Chr. ins damalige Germanien gebracht.

Keine andere Frucht ist so beliebt wie der Apfel, der neben Wasser Vitamine, Mineralstoffe, bioaktive Substanzen und für den Menschen wichtige Spurenelemente enthält. "Mit einem Apfel am Tag lassen sich Krankheiten vorbeugen und die Immunabwehr stärken", weiß Hoffmann.

In seinem Vortrag klärte er die Senioren auf, dass man einen sogenannten schorfkranken Apfel nicht essen darf. "Schorf ist ein giftiger Pilz, der auch im Inneren des Apfels sitzt. Da hilft das Wegschneiden der braunen Stellen nichts". Rat für Apfelallergiker hatte er auch: "Die allergenen Stoffe zerfallen beim Kochen. Die Allergie hat somit keine Chance mehr". Direkt unter der Schale säßen die gesunden Nährstoffe: "Deshalb möglichst den Apfel nicht schälen", ergänzte der Mitinhaber vom Obsthof Hoffmann.

Lagerung im Kühlschrank

Die Frage "Wie werden Äpfel nach der Ernte gesund gelagert?" beantwortete der Referent mit dem Vorhandensein von zwei Kühlhäusern auf seinem Anwesen in der Hockenheimer Straße. "Dort wird dem geschlossenen Lagerraum Stickstoff zugesetzt und Sauerstoff entzogen. So fällt der Apfel in einen 'Winterschlaf' und bleibt sehr lange frisch." Zu Hause sollten Äpfel möglichst in den Kühlschrank gelegt werden, damit das Obst knackig bleibt.

Dann wurde es lebhaft im Saal: Stefanie Lauer, die Schwester des Apfelexperten, schnitt "Versucherlin", damit die Senioren die im Hofladen gehandelten zehn Apfelsorten verkosten konnten.

Teller kreisten, ein "mmh"-Laut war oft zu hören und ein mancher fand "seine" künftige Apfelsorte. Daniela Hoffmann zeigte auf der Leinwand das jeweilige Aussehen und die entsprechenden Geschmacksmerkmale wie süß oder säuerlich und festfleischig.

Den Apfelsaft mit einbezogen verzehrt laut Rainer Hoffmann jeder Deutsche im Jahr 30 bis 35 Kilo Äpfel, im Gegensatz zu 15 Kilo Bananen oder 9 Kilo Orangen.

© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 10.01.2013

Miniapotheke der Natur steckt unter der Schale

REILINGEN. Gerade jetzt, wenn die Temperaturen sinken, die Tage kürzer werden und das Klima immer rauer wird, ist ein starkes Immunsystem gefragt. Eine kleine Hilfe kann der Apfel sein. Mehr als 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele andere wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor oder Calcium trägt ein durchschnittlich großer Apfel in und unter seiner Schale. Eine Miniapotheke der Natur.

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Wahrscheinlich haben die Reilinger Landfrauen gerade deshalb diese Jahreszeit gewählt und Obstbaumeister Rainer Hoffmann vom gleichnamigen Obsthof aus Neulußheim zu einem Vortrag zum Thema "Rund am den Apfel" eingeladen. Im Kaukasus und Kleinasien hat er seinen Ursprung und kam ungefähr im Jahre 150 vor Christus in unsere Region. Weltweit bekannt sind laut dem Obstbauern etwa 20 000 Apfelsorten, davon rund 2000 in Deutschland, 20 Sorten haben jedoch nur in ihrer Verfügbarkeit Bedeutung und 13 Sorten werden vom Obsthof Hoffmann im Hockenheimer Rheinbogen angebaut. "Hier ist der Boden schwerer und das Grundwasser ist höher als in Neulußheim selbst, das mögen die Apfelbäume", erklärte der Fachmann. Im Herbst ist die Haupterntezeit der Äpfel. Naht der Winter, bekommen die Bäume ihren Winterschnitt und, sobald es richtig kalt wird, die Frostschutzberegnung. Im Frühjahr werden neue Bäume gepflanzt und ab dem 20. April erfreut man sich an der Apfelblüte. Der Sommer versorgt die Frucht mit der nötigen Sonne.

Auch über "Apfelkrankheiten" informierte Hoffmann. Am gefürchtetsten sei der Feuerbrand, von dem der Neulußheimer Obsthof bis jetzt immer verschont geblieben war. Doch auch auf Apfelwickler, Apfelschorf und Mehltau müsse man immer ein Auge haben.

Als Symbol der Liebe, Fruchtbarkeit und des Lebens, der Erkenntnis und Entscheidung und des Reichtums ist der Apfel in vielen Kulturen bekannt.

Jede Sorte hat ihre eigene Note und das durften die Reilinger Landfrauen auch testen. Nach einer Erklärung der jeweiligen Sorte verteilte der Obstbaumeister stolz Versuchsstückchen im Raum. Jeder hatte am Ende seinen Favoriten gefunden und alle bauen nun auf gute Abwehrkräfte für den Winter.

© Hockenheimer Tageszeitung, Freitag, 26.10.2012

Apfelfreunde kommen auf ihre Kosten

NEULUSSHEIM. 15 Prozent weniger Ertrag in diesem Jahr - das befürchten einige Apfelbauern Baden-Württembergs. Laut Statistischem Landesamt wird für die Saison 2012 eine Erntemenge von 250 bis 260 Millionen Kilogramm erwartet. Der Grund für den wohl mageren Ertrag liege bei den Wetterkapriolen in Frühjahr und Sommer.

Allerdings: Es gibt regionale Unterschiede. "In Nord- und Südbaden ist die Ernte besser als in Mittelbaden", weiß Ute Ellwein vom Verband der Bediensteten für Obstbau, Gartenbau und Landschaftspflege Baden-Württemberg.

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Hagel am Bodensee

Am Bodensee habe es Hagel gegeben, weshalb der Ertrag dort nur im Durchschnitt liege. "In Nordbaden ist die Ernte etwas besser als der Schnitt, Elstar haben wir zwar etwas weniger, aber bei Gala, Boskoop und Jonagold sieht es besser aus als 2011", erklärt die Obstbau-Expertin. Und: Aufgrund des hohen Niederschlags im Frühsommer seien die Äpfel in diesem Jahr etwa fünf Millimeter größer, für den intensiven Geschmack sorgen die Sonnenstrahlen im August.

Und wie sieht's mit den hiesigen Äpfeln aus? Walter Hoffmann vom Neulußheimer Obsthof Hoffmann ist zufrieden: "Wir erwarten eigentlich eine ganz gute Ernte." Den eisigen Temperaturen im Frühjahr habe man mit Frostberegnung den Kampf angesagt. "Dabei wird Wasser auf die Apfelbäume gespritzt. Wenn das Wasser dann aufgrund der kalten Temperatur gefriert, entsteht Wärme, so dass die Blüten warm eingepackt sind", erklärt Hoffmann.

Bis zu minus 6 Grad überbrücken

Mit dieser Methode könne man Temperaturen von bis zu minus 6 Grad Celsius überbrücken. "Allerdings", fügt der Obstbauer hinzu, "braucht man dafür pro Hektar etwa 30 Kubikmeter Wasser in der Stunde." Die Frostberegnung habe sich allerdings auf nur etwa zwei, drei Nächte beschränkt. "Und die Pflanzen brauchen ja ohnehin Wasser."

Für diese Saison erwarten die Hoffmanns eine Ernte mit "gutem Durchschnitt". 2011 sei der Ertrag außerordentlich gut gewesen, so Hoffmann. Da komme man in diesem Jahr nicht mehr dran. "Im vergangenen Jahr gab's auch späten Frost, aber mehr in der Gegend um Schwäbisch Hall und weniger in unserer Gegend. Daher war der Blütenansatz 2011 gleichmäßiger verteilt als in diesem Jahr."

Zwischen August und Oktober, der Erntezeit, packen neben Sohn Rainer zwei feste Helfer aus Ungarn und "einige rüstige Rentner" auf der 5,5 Hektar großen Hoffmann'schen Plantage am Insultheimer Hof mit an. Walter Hoffmann sorgt derweil unter anderem für frisch gepressten Apfelsaft, den die Familie in einer Kelterei herstellt.

Die Frühsorten "Gala" und "Elstar" sind bereits geerntet, als nächstes folgen "Jonagold", "Rubinette" und "Boskoop", bevor Ende Oktober zum Abschluss der Saison die "Braeburn"-Äpfel dran sind.

© Hockenheimer Tageszeitung, Mittwoch, 29.08.2012

Wahres Eldorado für Apfelfans

NEULUSSHEIM. Ein meterhoher, glänzend roter Apfel ist der erste Hingucker vor dem Hofladen der Hoffmanns. Zwar ist er nur aus Plastik, aber er garantiert, dass das Geschäft sofort ins Auge fällt. Und vor allem macht er Lust auf mehr. 

Wer der visuellen Einladung des Obsthofs nach drinnen folgt, betritt ein wahres Eldorado für Apfelfans: Der Neubau von 1994 bietet Verkaufsfläche für insgesamt zwölf Apfelsorten in allen Geschmacksrichtungen. Hinzu kommen Leckereien wie Apfelsaft, Apfel Secco, Apfelessig, Apfelgelee und Apfelchips. Im Herbst können sich die Kunden den Saft sogar selbst aus einem großen Metallcontainer zapfen. 

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Alles aus eigenem Anbau

"Alle Obstprodukte stammen aus eigenem Anbau und werden selbst verarbeitet", erläutert Walter Hoffmann stolz. Neben den runden Früchten verkaufen die Hoffmanns auch selbst produzierte Birnen, nächstes Jahr kommen Zwetschgen dazu. Nur drei Kilometer legen die Produkte von der Obstanlage bis zum Verbraucher zurück. Sie werden ausschließlich im eigenen Laden verkauft. 

Den Obstanbau betreiben die Hoffmanns bereits in dritter Generation. "Vor 20 Jahren haben wir uns gegen den Mischbetrieb und für den reinen Obstanbau entschieden", erinnert sich Familienoberhaupt Walter. Diese Entscheidung war mit großem Risiko und hohen Kosten verbunden. Aber der Schritt hat sich gelohnt. "Unsere Idee wurde ein voller Erfolg." Täglich kaufen 100 bis 150 Kunden aus der gesamten Umgebung im Hofladen ein. 

Steffi Friedrich (35) ist eine davon. Mit ihren beiden kleinen Kindern holt sie sich heute süßen Nachschub ins Haus. "Seit wir vor fünf Jahren her gezogen sind, kaufen wir unsere Äpfel nur noch hier", sagt sie. "Die sind einfach die besten!"            Die ganze Familie ist im Betrieb tätig: Walter, Rainer, Gisela und Stefanie. Bald kommt Zuwachs in Form von Daniela Pfeiffer, die ihrem Rainer im Juni das Jawort geben wird. Dann steigt sie als frischgebackene Hoffmann in das Familienunternehmen ein. Einen Monat später übernimmt Rainer dann den Chefsessel am Obsthof. 

In erster Linie punkten die Neulußheimer mit dem vollmundigen Geschmack ihrer Erzeugnisse. "Billige Äpfel gibt's überall, aber gute nicht", stellt Rainer Hoffmann fest. Trotzdem muss man hier nicht tiefer in die Tasche greifen als bei vielen Massenprodukten. "Oft liegt unser Obst sogar unter den Preisen im Supermarkt." 

Das ganze Jahr über investieren Familie und Mitarbeiter viel Zeit und Leidenschaft in Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung. Sechs Hektar Kernobst und rund 15 000 Bäume erhalten dabei intensive Betreuung. "Im Sommer leisten wir die komplette Vorarbeit. Von August bis Ende Mai konzentrieren wir uns dann auf den Verkauf", erklärt Rainer Hoffmann. 

Auch Lisa Keppler (22) ist vom Obsthof Hoffmann überzeugt: "Das sind die besten Äpfel, die es gibt, immer frisch und knackig. Außerdem liegt der Laden direkt um die Ecke, da komme ich mit dem Fahrrad her." Zweifelsohne verstehen die Hoffmanns etwas von frischen Früchten, so dass der Kunde nur noch kraftvoll zubeißen muss.

© Hockenheimer Tageszeitung, Mittwoch, 11.04.2012

Spende: 1000 Euro von Apfelhof Hoffmann und Bäckerei Bauer Hilfe für Notleidende

NEULUSSHEIM. Spenden für einen guten Zweck: Die Bäckerei Bauer und der Apfelhof Hoffmann aus Neulußheim haben den Verein für Bürgerhilfe und Kulturförderung mit je 500 Euro unterstützt. Der zweite Vorsitzende des Vereins, Werner Krauß, und Ursula Geberth bedankten sich im Namen des Vereins: "Wir freuen uns, dass wir auch dank der großzügigen Spende der beiden Neulußheimer Unternehmen in der Lage sind, unverschuldet in Not geratene Neulußheimer Mitbürger damit zu unterstützen."

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Wie jedes Jahr werden zur Weihnachtszeit wieder gut gefüllte Geschenkekisten an bedürftige Bürger verteilt. Zusätzlich wird der Verein im kommenden Jahr die von der Gemeinde angebotene kostenlose Hausaufgabenbetreuung unterstützen, indem er die Personalkosten für eine weitere Fachkraft übernimmt (wir berichteten). So wird eine noch intensivere Betreuung der Kinder ermöglicht.

Aktionen in jedem Jahr

"Die mit den Spenden verbundene Anerkennung motiviert uns auch in unseren Bemühungen, in jedem Jahr neue attraktive Veranstaltungen zu organisieren, deren Erlös ebenfalls dem guten Zweck zugeführt wird", freut sich Werner Krauß.

mbg
© Hockenheimer Tageszeitung, Donnerstag, 22.12.2011